Guinnessbuch der Promotionen
Promovieren ist oft eine trockene Angelegenheit. Grund genug, sich mal mit ein paar witzigen Fakten rund um Doktorarbeiten zu beschäftigen. In Ingo von Münchs Buch “Promotion” gibt es eine Sammlung der kuriosesten Fälle in der Geschichte der Promotion, von denen ich Ihnen einige der extremsten Beispiele hier nicht vorenthalten will:
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Für die Abfassungszeit einer Dissertation gibt es heute unterschiedliche Richtwerte. Während in den Geisteswissenschaften oft 3 Jahre als Standard angesetzt werden, kann eine medizinische Doktorarbeit schon mal bedeutend schneller gehen. Das ist jedoch noch lange nichts gegen Arthur Schopenhauer: Dieser verfasste seine Dissertation “Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde” in nur 8 Wochen. Etwas länger brauchte da Paul Krantz: Ihm kamen “eine Diktatur, eine Emigration und ein (2.) Weltkrieg dazwischen”, so dass er seine Arbeit erst nach 37 Jahren einreichen konnte.
Weniger mit Richtwerten zu erfassen, aber doch einigermaßen fest umrissen ist auch der Umfang, den eine Dissertation haben sollte. Zumindest sollte sie nicht lediglich 19 Seiten lang sein, oder? Weit gefehlt, denn Marcel Reich-Ranicki berichtet in sein “Mein Leben”, sein Bruder sei mit einer genau diese Seitenzahl umfassenden Arbeit promoviert worden. Übrigens mit “summa cum laude”. Etwas umfangreicher war da die “dickste Doktorarbeit des Jahres 1998″: Sie brachte es auf 1237 Seiten. Das ist alles jedoch nichts im Vergleich zu der im Guinness-Buch der Rekorde verzeichneten Dissertation von Joachim Schumacher über die Entwicklung des Segelsports: ganze 2654 Seiten brachte dieser Mann aufs Papier.
In den nächsten Tagen werde ich noch einige weitere Beispiele posten.
Schlagworte: Doktorarbeit, Dissertations-Thema, Gutachten, Promotionsrekorde
Januar 12, 2008 um 2:46 Uhr nachmittags
In welchem Fach hat den Marcel Reich-Ranicki’s Bruder promoviert?
Januar 16, 2008 um 8:02 Uhr vormittags
Soweit ich weiß in Zahnmedizin.