Nachdem im letzten Blog von Pausen die Rede war, sei dieser dem beliebtesten Pausendrink gewidmet: dem Kaffee.

Kaffeetrinker haben es ja nicht leicht – ständig erscheinen neue kontroverse Studien zu dem schwarzen Muntermacher. Mal wirkt er dehydrierend, mal wieder nicht oder erst ab 6 Tassen, mal trägt er zu Fruchtbarkeit bei, dann macht er wieder unfruchtbar, mal löst er Krebs aus, dann dient er sogar der Krebsvorsorge. Nach einer weiteren Studie hilft er sogar gegen Muskelkater. Im Endeffekt ist es aber wie immer sehr schwierig, zu entscheiden welcher dieser “Studien” man glauben soll. Das Fazit ist meistens der übliche Mittelweg – nicht zu viel und nicht zu wenig. Dass mehrere Kannen nicht so gut tun, haben die meisten wahrscheinlich ohnehin schon einmal gemerkt, und die Tatsache, dass die Menschen um uns herum nicht wie die Fliegen sterben, wo doch die Deutschen circa 23% ihres Getränkekonsums durch Kaffee bestreiten, spricht irgendwie dagegen, dass es sich dabei um ein unmittelbar tödliches Teufelszeug handelt.
Hat man sich nun nicht für die völlige Abstinenz entschieden, bleiben immer noch einige Fragen offen: Bohnenkaffee oder Espresso, Zucker oder nicht, frisch gebrüht oder instand? Natürlich ist alles Geschmackssache, aber hier sind 5 Tipps, die Kaffeeliebhaber interessieren könnten:
- Wer bei normalem Kaffee Magenprobleme bekommt, sollte überlegen, ob er nicht auf Espresso umsteigt. Da bei gutem Espresso das Wasser mit mindestens 9-15 bar Druck durchläuft, werden nicht so viele Bitterstoffe aus dem Pulver ausgeschwemmt.
- Wer sich selbst Milch für einen Cappuccino aufschäumen möchte, sollte kalte fettarme Milch verwenden, dann gelingt der Schaum am besten. (Andererseits schmeckt manchen Vollmilch einfach besser)
- Für “echten” Espresso werden 6-7g fein gemahlenes Espressopulver verwendet, durch das 20-30ml Wasser in 20-30 Sekunden laufen.
- Wer in Italien ist, sollte aufpassen, was er bestellt. “caffè” kann hier auch Espresso heißen, und bei “caffè macchiato” bekommt man einen”caffè” mit einem Schuß Milch, nicht viel Milch mit einem Schuß Kaffee wie bei uns in Deutschland.
- Allen Espressoliebhabern, die auch mal ein bischen Abwechslung möchten, aber nicht gleich einen dicken Theorieschinken wollen, kann ich das Buch “Espresso” von Stefanie Poziombka (GU Verlag) empfehlen. Es enthält viel wissenswertes über das Getränk, zudem verschiedenste Rezepte zu Espresso-Varianten, Espresso-Eis oder Espresso-Pralinen.
Als Kaffee-Fan freue ich mich natürlich auch über Tipps von Ihnen. Wer also weitere Erfahrungen oder Anregungen hat, schreibe dies bitte in einem Kommentar.
Schlagworte: Kaffee, Promotions-Alltag, Tipp
März 10, 2008 um 6:54 |
Wie wärs mit sonntagmorgen.com, seit heute online mit individuellem Kaffee.: Sonntagmorgen ist ein Startup-Unternehmen, das versucht das klassische “Offline-Produkt” Kaffee mit Web 2.0-Methoden zu vermarkten. Gegründet wurde das Unternehmen von Till Achinger und Tamer El-Hawari, beide sind passionierte Kaffeetrinker. Die Idee erinnert an mymuesli.com. Bei sonntagmorgen.de kann man sich seinen individuellen, frisch-gerösteten Kaffee bestellen, wer will auch mit Aroma.
März 10, 2008 um 11:42 |
Kleine Info. Auch in Deutschland sollte man bei Caffé Machiato Kaffee mit Milch bekommen, eben Kaffee mit Schuss. Das Modegetränk heißt nämlich Latte Machiato, also Milch mit Schuss. Aber eigentlich heißt der Caffé Machiato in Italien einfach Caffé Latte – jedenfalls in den Caffés in denen ich war.
März 11, 2008 um 8:27 |
Ich diskutiere schon lange mit Bekannten, ob denn nun ein Cappuccino oder ein normaler Kaffee mehr Koffein enthält. Gibt es hier einen Experten, der das Rätsel auflösen kann?
März 11, 2008 um 10:00 |
Johannes, danke für die Blumen! Ein Tipp in Sachen Gesundheit: Zur Verträglichkeit trägt eine milde Langzeitröstung bei. Grob gesagt: Je länger die Röstung dauert, desto stärker werden die Säuren und Bitterstoffe gemindert.
März 11, 2008 um 10:33 |
Ach so, und Daniel: Da ein Cappuccino ein Espresso lungo (also ein Espresso mit doppelter Wassermenge) mit Milchschaum ist und Espresso durch die kürzere Kontaktzeit bei gleicher Kaffeemenge weniger Koffein enthält, hat ein Cappuccino weniger Koffein als ein Filterkaffee, der mit der gleichen Menge Pulver aufgebrüht wird. Durch die “Verdünnung” ist der Unterschied pro Tasse noch größer.
Herzliche Grüße,
Till
Juni 13, 2009 um 7:48 |
Wegen dem Magen Problem bei Kaffee Trinken sollte aber auch in Betracht gezogen werden das Kaffees die per Powerrösting ( 450-500C°- 2-4min) geröstet werden einen weit aus höheren Gerbsäure Gehalt aufweisen. Als schonend geröstet Kaffee ( 160- 220C 16-20 min Röstzeit)
Juli 6, 2009 um 9:12 |
[...] könnte Ihre Produktivität erhöhen. Alex als großer Kaffee-Fan hat ja vor einiger Zeit einen Kaffe-freundlichen Post geschrieben und selbst an unserem Lehrstuhl steht jetzt eine eigener Kaffee-Automat, damit wir nicht unser [...]