Blogwelt-Serie: Aus der Tiefe ins Allgemeine - Allgemeine Wissenschaftsblogs
Haben Sie es satt, sich immer mit Ihrem Fachbereich zu befassen? Wo bleibt das Allgemeininteresse? In Teil 1 unserer Serie präsentieren wir Ihnen allgemein wissenschaftliche Blogs. Blogs, die Ihnen sogar verraten, wieso Koffein ihr Gehirn vor Cholesterin—Effekten schützt.

180 Wissenschaftsblogs soll es in der deutschsprachigen Blogosphäre geben. „Damit steckt das viel versprechende neue Medium noch in den Kinderschuhen“, schreibt der Verlag „Spektrum der Wissenschaft“ auf ihrem Onlineportal. Und auch Blogexperten schätzen die Zahl von Weblogs in den USA viel höher ein, als in Deutschland. Somit weisen die Amerikaner auch in der Forschung eine höhrere Zahl von Blogs auf. Doch ganz arm ist die deutsche Blogwelt nicht:
Es gibt Blogs unter anderem für Mediziner, Biologen und trotz der großen Vielfalt haben alle gemein, dass sie sich an eine bestimmte Wissenschaftsdisziplin richten. Doch sich permanent mit seiner eigenen Disziplin zu beschäftigen, kann auf Dauer öde und einseitig werden. Da bleibt wenig Raum für die wissenschaftliche Allgemeinbildung. Damit Sie wissen, was in der Wissenschaft vor sich geht, haben wir nach allgemein wissenschaftlichen Blogs recherchiert. Viola!
wissenschaft.wanhoff.de: Podcaster und Journalist Thomas Wanhoff stellt jeden Sonntag ein Podcast ins Netz und berichtet über Diverses aus der Wissenschaft, mit Themen wie „Traurige Menschen geben mehr Geld aus“ oder „Woher die Glatze kommt”. Fazit: niveauvolle Musik für das Ohr des offenen, wissbegierden Wissenschaftlers.
Das Portal Fischblog des Diplom-Chemiker Lars Fischer hingegen schreibt meist über naturwissenschaftliche Themen. Wer wissen will, ob genetisch veränderte Lebensmittel die Gesundheit gefährden oder, ob Roboterfahrzeuge zukünftig den Soldat ersetzen werden, ist hier gut bedient. Das Beste: Durch das sogenannte „Wunschkonzert“ kann sogar der Leser Beiträge für den Blog vorschlagen. Unsere Benotung: Spannend und Wissenswert!
Mit hardbloggingscientists.de gibt es etwas Ungewöhnliches: Hier diskutieren Blogger nicht über Themen aus der Wissenschaft, sondern über die Wissenschaft per se. „Es geht hier nicht um eine bestimmte Wissenschaft, sondern um Wissenschaft an sich und die Rahmenbedingungen dieser“, heißt es auf der Webseite. Ein „Diskurs über Wissenschaft, Bloggen und Pop-Wissenschaft“. Fazit: Wer bloggen will, hat mir dieser Seite die Möglichkeit, vorausgesetzt die Beiträge passen in den “Themenkosmos von den Hardbloggingscinetists“.
In dem seit zwei Jahren existierenden Blog Weltenkreuzer verweist der wissenschaftliche Mitarbeiter aus Oldenburg auf Beiträge anderer Blogger. Wirtschaft, Gesellschaft und Privates sind hier unter anderem Diskussionsthema. Doch auch die Wissenschaft kommt nicht zu kurz. Benotung: Gelungene Grafik samt Beiträge sorgen für lehrreichen Zeitvertreib.
Drei Promotionsstudenten und Mitarbeiter der Uni Rostock präsentieren seit März ihre Blogseite donick.net. Hier findet der Leser wissenschaftliche Arbeiten aus Kommunikation, Medienkultur, Sprache und Bildung. Das Forum, das inhatlich vielmehr einem Blog entspricht, nennt sich „Wissenschaft in progress“. Nebenbei kann sich der Leser die erste Online-Ausgabe herunterladen.
Das waren noch längst nicht alle? Dann machen Sie mit und nennen Sie uns weitere derartige Blogs! Entweder per Kommentar oder Sie schreiben mir.
In der nächsten Serie: Wissenschaftler packen es selbst an- Blogs von Wissenschaftler
Schlagworte: Alltag, Empfehlung, Forschung, Serie, Wissenschaft
April 23, 2008 um 11:33 Uhr vormittags
Danke für die nette Besprechung, aber ich bin Chemiker, kein Psychologe.
April 23, 2008 um 12:25 Uhr nachmittags
Danke für dein Feedback! Das tut mir leid, dass ich dich versehentlich als Diplom Psychologe bezeichnet habe: Deshalb nochmal für alle, damit keine Unklarheiten aufkommen:
LARS FISCHER IST CHEMIKER, DIPLOM-CHEMIKER. Macht auch Sinn, wenn man sich seine Blogseite anschaut. Diese finde ich übrigens sehr interessant! Weiter so!
April 23, 2008 um 2:08 Uhr nachmittags
Also, das Foto ist sehr hübsch und da dies nur die erste Folge einer Serie sein soll, hoffe ich einfach, dass die nächsten Artikel besser werden (inhaltlich und auch sprachlich -> nochmal durchlesen hilft manchmal gegen Verschreiber und Sätze, deren Bedeutung man nur erraten kann!).
1. Dass es nicht nur 180 Wissenschaftsblogs gibt, ist schon mehrfach diskutiert worden, aber das nur am Rande…
2. Besonders repräsentativ ist diese Auswahl hier nun wirklich nicht: wanhoff ist zwar nett und wissenschaftlich, aber ja eigentlich kein Blog, aber gut. Aber Robert Basic? Der Blog ist toll und Robert ist ein wahnsinnig netter Typ, aber er weist doch nur ganz selten mal auf wissenschaftliche Themen/Blogs/Beiträge hin. Und wenn, dann stehen diese sicher nicht bei den meistgelesenen Artikeln! Also: tolles Blog, aber bestimmt nicht wissenschaftlich (ich denke, da würde Robert mir Recht geben)!
3. Was soll denn nun ‘allgemein wissenschaftlich’ heißen? (Wenn, dann meintest Du wahrscheinlich ‘allgemeinwissenschaftlich’, aber egal.) Wiederum: Das Fischblog ist wirklich eines der tollsten Wissenschaftsblogs überhaupt, aber sicher nicht allgemeinwissenschaftlich, sondern eben ‘nur’ naturwissenschaftlich (was ja aber keinen Nachteil darstellt, nur kommt es hier in Deinem Artikel anders rüber. Außerdem: wie wäre es, den Psychologen/Chemiker-Fehler auch noch im Beitrag selbst zu verbessern, hm?).
4. Ähnliches gilt übrigens für Nils Müller (wäre hier nicht auch eine Information über wiss. Disziplin etc. angebracht gewesen?), ‘allgemeinwissenschaftlich’ ist das eigentlich nicht…
5. “Wer bloggen will, hat mir dieser Seite die Möglichkeit” heißt es bei Dir zu den hardblogginscientists, bitte was? Darum geht es hier doch wirklich nicht vorrangig!
6. donick -> Das heißt natürlich ‘Wissenschaft in progress’, nicht Wirtschaft! Und wie kann etwas ‘inhaltlich’ einem Blog entsprechen? Und da soll man dann etwas ‘hochladen’???
Entschuldige, wenn das jetzt alles ein wenig hart klingt, aber ein bisschen sprachliche und inhaltliche Sorgfalt darf man von einer so groß vorangekündigten Serie doch schon erwarten, oder? Ein kurzer Blick ins Wissenschafts-Cafè hätte sicher einiges erleichtert! Und insofern hoffe ich einfach, dass hier 1. die Fehler verbessert werden und 2. die nächste Folge besser wird! Gutes Gelingen!
April 23, 2008 um 3:56 Uhr nachmittags
Aaaalso, wir freuen uns natürlich, Erwähnung zu finden, aber
1. Das ganze läuft unter dem Namen “WISSENSCHAFT in progress”, nicht donick.net (das ist nur die momentane URL).
2. Es ist ein Blog, das unsere wissenschaftliche (!
) Schriftenreihe gleichen Namens begleitet - dementsprechend kann man sich auch nichts “hochladen”, sondern “herunterladen” (nämlich zur Zeit Heft 1 dieser Reihe).
3. Der Satz “Obgleich es hier es um Forschungsfragen aus Kommunikation, Medienkultur, Sprache und Bildung geht, findet hier der Leser auch Wissenschaftliches” wirkt etwas paradox, findet Ihr nicht
April 23, 2008 um 3:58 Uhr nachmittags
4. Drei ehemalige Studenten - nunja, Promotionsstudenten und Mitarbeiter der Uni Rostock trifft es irgendwie besser
Sry für die zwei Posts, aber den Punkt hatte ich noch vergessen.
April 24, 2008 um 9:05 Uhr vormittags
Der Link zum Spektrum Artikel über den Bericht vom Bloggertreffen ist fehlerhaft. Da fehlt wohl der Doppelpunkt und es wurde maschinell ein zusätzliches http:// davor gesetzt.
April 24, 2008 um 6:16 Uhr nachmittags
Danke für die Anmerkungen und Kommentare. Es tut mir sehr leid, dass wir da einen so “unsauberen” Post rausgehauen haben und ich möchte mich in aller Form dafür entschuldigen.
Wir werden in Zukunft sehr genau darauf achten, unseren gewohnten und von euch zurecht erwarteten Standard einzuhalten.
Ich nehme das Ganze auch auf meine Kappe. Ich hätte Christian bei seinem ersten Post etwas besser unterstützen und vor der Veröffentlichung genauer drauf schauen müssen.
Die Fehler werden ausgebessert, es wird nicht wieder vorkommen und die nächsten Serien-Teile werden besser!
In diesem Sinne, viele Grüße
Daniel
April 25, 2008 um 10:26 Uhr vormittags
Die deutschsprachige bloggende Wissenschaftlerwelt mag ja in der Tat klein sein. Aber es stellt sich natuerlich sofort die Frage: warum auf Deutsch bloggen? Wenn man bloggt, ob als Wissenschaftler, oder aus anderen Motiven, moechte man doch eigentlich nur eins: gelesen werden!!!
Und die Arbeitssprache der Naturwissenschaften ist nun einmal nicht Deutsch, sondern Englisch. Und auf Englisch bloggen heisst ein viel groesseres Publikum zu erreichen. Naturwissenschaftliches bloggen ist kein amerikanisches Phaenomaen: wissenschaftliche Blogs gibt es in vielen Laendern…aber eben auf Englisch. Ein gutes Beispiel ist Chemical Blogspace (http://cb.openmolecules.net/index.php) - diese Seite aggregiert etwa 120 Chemie-bezogene Blogs aus aller Welt.
April 25, 2008 um 4:10 Uhr nachmittags
Nebenbei: Nature organisiert im August oder September eine Science Blogging Konferenz in London: http://network.nature.com/forum/nnbloggername
Vielleicht von Interesse!
April 30, 2008 um 12:57 Uhr vormittags
Sprachspielerin hat recht, das war einiges im Argen in der Urversion
Aber danke für die Erwähnung.
Noch ein Tipp: wenn Ihr was ändert, macht die Änderungen auch im Artikel deutlich, sonst versteht der Leser nicht, was in den Kommentaren steht.
Ich würde auch nicht nur nach Blogs mit Texten schauen. Was die DFG gerade mit Science-TV macht, ich sicher kein Blog, aber eben auch nicht nur eine Webseite. http://dfg-science-tv.de/
Und die Helmholtzgemeinschaft hat einen gar nicht so schlechten Podcast: http://www.helmholtz.de
Gruss aus Asien
Thomas
April 30, 2008 um 6:45 Uhr vormittags
Hallo Thomas!
Vielen Dank für die Tipps!
Gruß
Juli 1, 2008 um 11:07 Uhr nachmittags
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