Blogwelt-Serie: Langersehnte Volksherrschaft auf Blogseiten? Politikblogs

By Christian

Sie ist einfach einer der ältesten Begriffe überhaupt: die Politik. Ihr Ursprung reicht bis zur griechischen Antike und auch die altertümlichen Philosophen Aristoteles und Platon wussten bereits über ihren Mehrwert weise zu diskutieren. Doch was verstehen wir unter Politik?

Bis heute – könnte man schlussfolgern – hat die Politik keine feste Definition erlangt und irrt von einer Interpretation zur anderen: Macht, Klassenkampf oder Ordnung.

Doch während bereits unsere Vorfahren über die Bedeutung der Politik jahrtausendelang diskutierten, haben es auch die Menschen des heutigen Zeitalters nicht verlernt die Diskussion weiterzuführen. Statt Papyrus und Feder halten sie ihre Gedankenzüge durch Tastatur und Computer fest. Politikblogs nennen sie den Ort der bürgerlichen Versammlung. Für Politikwissenschaftler haben wir so einige dieser Blogs herausgefischt:

Eine Alternative zur politischen und politikwissenschaftlichen Diskussion bietet das Weblog netzpolitik.org an. Die Seite – “ein Blog und eine politische Plattform für Freiheit und Offenheit im digitalen Zeitalter” – befasst sich mit “politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragestellungen”. Der Leser findet hier mitunter Beiträge zur Änderung des Bundesdatenschutzes, Presseverweise zu politischen Themen und sogar Stellungnahmen einzelner Parteien zur Frage von Internetsperrungen. Das Blog, das seit seiner Gründung 2004 bereits 5500 Artikel veröffentlicht hat, hat schon so einige Preise abgestaubt: So wurde es bei den ersten Freedom Blog Awards zum “besten Weblog für Meinungsfreiheit” gekürt. Das SZ-Magazin Jetzt.de ehrte es als einen der interessantesten jungen Blogs des Landes und auch letztes Jahr gab es eine Auszeichnung in der Kategorie “Best Weblog des Jahres”.

Informativ und auch ein Hingucker ist das Weblog Politik.de, eine Internetseite des gleichnamigen Online-Portals. Hier findet der Leser viel Wissenswertes über Politik: Von Veranstaltungen, Interviews bis hin zu weltpolitischen Themen. Bürgerbefragungen und Interviews mit Politikern informieren in Kürze und sogar der gegenwärtige US-Wahlkampf gerät hier unter die Schreibfeder der Autoren. Kategorien wie “60 Sekunden”, “Allgemein”, “Interview”, “Politische Blogosphäre” schmücken das Angebot. Fazit: Ein durchaus durchdachtes Konzept beglückt den informationshungrigen Politikwissenschaftler und Politikinteressierten.

Wer sich hingegen für aktuelle Ereignisse aus dem politischen Schauplatz interessiert, hinzu noch gespannt den US-Präsidentschaftswahlen entgegenfiebert, tut sich mit dem Weblog uswahl2008.de gut. Ob Prognosen zur anstehenden Wahl, Hintergrundinformationen oder gar Bewertungen der einzelnen Kandidaten, der Leser findet hier vieles. “Was halten Sie von John McCain?”, “Wofür steht Obama- die Inhalte” und auch Politikbereiche, wie Außenpolitik und Gesundheitspolitik finden bei den Machern dieses Weblogs Schreibanlass.

Als informationsreich und Fundgrube für Politikinteressierte erweist sich auch das Blog von e-politik.de. Wie ist eigentlich die politische Stimmung in Bayern fünf Monate vor der Landtagswahl? Wofür gibt eigentlich die EU ihr Geld aus? Worin will sie zukünftig maßgeblich investieren? Infos zu stattfindenden Wahlen aus aller Welt – von Bayern bis Asien – und zur Europäischen Union selbst geben dem Leser einen guten Überblick.

Weitere Empfehlung: politik-digital.de

Eine gute Übersicht in puncto Politikblogs gibt die Seite blogs.demokratie24.de.

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2 Antworten zu “Blogwelt-Serie: Langersehnte Volksherrschaft auf Blogseiten? Politikblogs”

  1. ali sagt:

    Danke für die Serie, eine wirklich gute Idee wie ich finde.

    Falls ich eine kleine Anregung zu diesem Post geben dürfte: Ich hätte mir eine bessere Trennung zwischen politikwissenschaftlichen Blogs und mehr allgemeinen Politikblogs gewünscht. Gerade in der öffentlichen Wahrnehmung finde ich, wird kaum unterschieden und als Konsequenz werden Politikwissenschaftler mehr als ‘Experten’ (ergo häufig spezialisierte Journalisten) als als ‘Wissenschaftler’ wahrgenommen obwohl ein Unterschied in der Methode existiert (auf The Monkey Cage war vor kurzem das Thema Journalismus und Politikwissenschaften diskutiert worden. Ausgangspost, zweites Posting, drittes Posting).

    Vielleicht ist das bei aber auch nur das Berufsego, das sich sträubt.

  2. Amys Welt » Blog Archive » Wissenschaftsblogs in Deutschland sagt:

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