Die meisten, die am Anfang ihrer Dissertation stehen, kennen das Gefühl: Man glaubt, vor einem riesigen Berg zu stehen. Alle vorherigen Aufgaben (z.B. Seminararbeiten oder Klausuren) waren in einem relativ knappen Zeitraum zu erledigen, jetzt hat man auf einmal ein riesiges Feld vor sich – und scheinbar ewig viel Zeit.
Als ich damals merkte, wie mir dieses „ich habe ja noch Zeit“ immer mehr zur Falle der Unproduktivität wurde, begann ich, mich mit Zeitmanagementtipps zu beschäftigen.
Insbesondere hörte ich dabei den Zeintmanagement-Podcast von Systargo; Fazit: Als erstes merkte ich, dass sich meine Arbeit von der eines Büroangestellten (auf den viele solcher Zeitmanagement-Tipps zielen) erheblich unterscheiden. Besonders die Ausprägung von Routinen, die immer wieder empfohlen wird, lässt sich schwer bei einer Arbeit realisieren, deren Arbeitsphasen (Lesen, Konzipieren, Arbeit in der Bib, Schreiben, etc.) man schwer in einen Stundenplan eintragen kann, da neue Erkenntnisse auch immer wieder neue Anforderungen mit sich bringen (z.B. jetzt, wo ich das weiß, sollte ich erst noch dieses oder jenes Buch lesen, bevor ich mit dem Schreiben anfange).
Viele Tipps waren aber doch sehr hilfreich, allen voran der Rat: Teile deine Arbeit in Phasen ein, in denen Du gestört werden kannst (z.B. durch Anrufe oder Emails) und solche, in denen Du Deine Ruhe brauchst (bei mir besonders beim Schreiben). Und noch wichtiger: die Zwei-Minuten-Regel: wirst du in Phasen der ersten Gruppe gestört und es wird eine Anforderung an dich gestelle (z.B. Antwort auf eine Email), überlege Dir, wie lange Du dafür brauchen wirst. Ist es weniger als zwei Minuten, mach es sofort, ansonsten schreib es auf eine To Do Liste und plane in deinem Zeitplan eine Phase ein, in der Du solche Sachen dann erledigst.
Das hört sich jetzt alles relativ klar an und viele werden denken: Das ist doch ein alter Hut! Aber mir hat es damals erst vor Augen geführt, wie unproduktiv es z.B. war, während meiner kreativen Schreibphasen immer mein Mailprogramm, mein Skype und meinen MSN-Messanger anzuhaben (selbst wenn man die auf abwesend geschaltet hat). Auch ich war früher gegenüber Zeitmanagement-Ratgebern skeptisch und bin es heute noch. Aber oft findet man neben vielem, das man nicht braucht, dann doch den einen Tipp, der das eigene Arbeiten viel leichter macht.
In unserer Blogwelt-Serie haben wir in diesem Beitrag einige spannende Blogs vorgestellt, die auch immer wieder Tipps zum Thema Zeitmanagement geben.
Schlagworte: PaM
Juni 8, 2008 um 6:48 |
[...] Juni 8, 2008 um 6:48 · Gespeichert unter Uncategorized PaM: Die Zwei Minuten Regel « scholarz.blog [...]