Juli 3, 2009 von Daniel
Hätten Sie gedacht, dass Juristen und Künstler das Web 2.0 am wenigsten von allen Forschergruppen verwenden? Besonders bei den Juristen musste ich mir die Augen reiben – selbst Theologen, Philosophen und Sportler fühlen sich im Internet wohler. Ganz vorne liegen – wenig überraschend – die Medien- und Informatik-Fächer.

Und was denken Sie?
Welche Erkenntnisse Sie besonders interessant, spannend oder überraschend? Wo könnte man weiterforschen? Welche Fragen haben sich für Sie eröffnet oder geklärt? Wir freuen uns über Kommentare!
(Gestern Teil 3: Wer braucht schon Netzwerke?)
(Die vollständige Studie „Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0“ finden Sie hier.)
Schlagworte: Forschung, umfrage, Web 2.0, Wissenschaftlich Arbeiten
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Juli 2, 2009 von Daniel
Warum bloggen wir überhaupt?
52% der befragten Wissenschaftler lesen niemals Blogs, während gerade einmal jeder hunderste mehr als dreimal die Woche auf einem Blog zu Gast ist. Sind wir nur ein kleiner Haufen Esoteriker, der in seiner eigenen Brühe kocht?
Immerhin: zumindest 92% kennen den Begriff “Blog”. Und fast jeder zehnte Wissenschaftler ist aktiver Blogger, wenngleich die Mehrheit lieber über private Themen schreibt. Dabei sieht man doch an “Wissenswerkstatt” oder “Tiefes Leben”, dass eine Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Blogs neue und spannende Möglichkeiten bietet: So werden unterschiedlichste Themengebiete abgedeckt, neue Perspektiven erschlossen und anregende Diskussionen gestartet.
Möglicherweise ist Bloggen aber doch eine zu aufwändige Tätigkeit, vor allem wenn sie wissenschaftlichen Ansprüchen an Exaktheit und Seriosität gerecht werden will. So liegt es vielleicht am schieren Zeitmangel im Wissenschaftsbetrieb, dass Blogs sich noch nicht auf ganzer Linie als Mittel der Wissenschaft durchgesetzt haben.

Wer braucht schon Netzwerke?
Noch immer wissen 8% der Wissenschaftler nicht, was man unter Social Networking zu verstehen hat – und weitere 40% sind schlichtweg nicht überzeugt.
Diese Zahl überrascht uns dann doch. Wir sind davon ausgegangen, dass mindestens 85% der Wissenschaftler bei StudiVZ, XING &Co. angemeldet sind, da ja angeblich „jeder“ diese Paradebeispiele des Web 2.0 verwendet. Laut unserer Umfrage nutzen jedoch nur 23% diese Plattformen häufig bis sehr häufig, 35% selten bis eher selten.
Es ist nicht viel mehr als ein Gerücht, dass die Welt des Social Networking auch in der Wissenschaft angekommen sei – schade eigentlich, schließlich ist gerade das „Kontakte knüpfen“ schon am Beginn der akademischen Laufbahn sinnvoll. (Wer jetzt damit anfangen will, kann das ja gleich in scholarz.net tun
).
(Gestert Teil 2: Alltagshilfe und Todsünde Wikipedia)
(Die vollständige Studie „Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0“ finden Sie hier.)
Schlagworte: Forschung, umfrage, Web 2.0, Wissenschaftlich Arbeiten
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Juli 1, 2009 von Daniel
Alltagshilfe und Todsünde Wikipedia
99% der von uns befragten Wissenschaftler kennen Wikipedia – über so einen hohen Bekanntheitsgrad kann sich im deutschsprachigen Raum wahrscheinlich nur noch der Papst freuen. Auch in der täglichen wissenschaftlichen Arbeit ist Wikipedia kaum mehr wegzudenken: 64% nutzen die Online Enzyklopädie häufig (mehr als einmal in der Woche), gerade einmal 5% nutzen sie nie.
Vermutlich gilt aber auch: kaum jemand wird vor seinem Professor zugeben, sich regelmäßig bei Wikipedia in Themengebiete einzulesen oder sie gar als Anlaufstelle für alle Gelegenheiten zu nutzen. Was aber der Fall ist: So erreicht die Aussage „Ich nutze Wikipedia zur schnellen Einführung in ein Themengebiet“ auf einer fünf-stufigen Likert-Skala (1 = trifft nicht zu, 5 = trifft voll zu) einen Mittelwert von 4,19. Der Aussage „Seiten wie Wikipedia sind eine echte Erleichterung für mich“ stimmen die Teilnehmer immerhin mit einem Wert von 3,49 zu.
Zugleich aber geben die Teilnehmer mit gleicher Vehemenz (Mittelwert 3,54) der – natürlich leicht ironisch gemeinten – Aussage Recht: „Aus Wikipedia zu zitieren ist eine Todsünde“. So kann man wohl von einem etwas zwiespältigen Erfolg von Wikipedia in der wissenschaftlichen Welt sprechen: jeder kennt sie, alle nutzen sie, aber darüber sprechen darf man höchstens beim Mittagessen mit Kollegen…
Jeder kennt Endnote
Von 2361 Teilnehmern, die unsere Fragebögen vollständig ausgefüllt hatten, kannten nur 12% diese Form des Reference Management nicht. Weitere 28% nutzen die Desktop Programme nicht, selbst wenn sie sie kennen. Ursache könnte beispielsweise die Furcht vor einem gewissen Einarbeitungsaufwand sein oder die Vermutung, daraus keinen erheblichen Nutzen zu ziehen. Dennoch sind sechs von zehn Doktoranden von den Vorzügen der desktopbasierten Literaturverwaltung überzeugt.
(Teil 1 gestern )
(Die vollständige Studie „Wissenschaftliches Arbeiten im Web 2.0“ finden Sie hier.)
Schlagworte: Forschung, umfrage, Web 2.0, Wissenschaftlich Arbeiten
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Juni 30, 2009 von Daniel
Die Ergebnisse unserer großen Web 2.0-Studie sind da!
Im Sommer 2008 beteiligten sich über 3000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an unserer Online-Umfrage „Wissenschaftliches Arbeiten im Web 2.0“. Erhalten hatten sie den Link über eine E-Mail, die von den Dekanaten aller Universitäten weitergeleitet wurde, sowie über Blogs, in denen auf unser Projekt hingewiesen wurde.
Dafür geht an dieser Stelle erstmal ein großes Dankeschön an die MitarbeiterInnen der Unis und an die BloggerInnen, die uns bei unserem Projekt unterstützt haben. Und ein Riesen-Dankeschön rufen wir von hier aus dem Co-Autor Johannes Moskaliuk zu. Wir haben uns über unsere Blogs kennen gelernt und es ist eine Freude, mit ihm zu arbeiten.
Die vollständige Studie „Wissenschaftliches Arbeiten im Web 2.0“ finden Sie hier. Wer lieber mit interessanten „Häppchen“ versorgt werden möchte, findet diese ab morgen hier auf unserem scholarz.blog. Für heute soll es daher mit einem kleinen Vorgeschmack auf die durchaus spannenden Ergebnisse reichen:
Keiner kennt Herrn Wong!
Social Bookmarking fristet auch 2009 noch ein Schattendasein in der Wissenschaft. 45% der Befragten kennen den Begriff nicht, weitere 45% nutzen MisterWong, delicious & Co. nie – gerade einmal 3% geben an, das Tool häufig bis sehr häufig zu nutzen, 4% immerhin selten. Unter den 7 Millionen Nutzern jeden Monat auf MisterWong sind also nur wenige der ca. 500.000 Wissenschaftler an Hochschulen und Forschungseinrichtungen (darunter ca. 140.000 Doktoranden) zu finden – haben Sie eine Idee, woran das unterproportionale Interesse der Wissenschaftler am Bookmarken liegen könnte?
Schlagworte: Forschung, umfrage, web, Web 2.0, Wissenschaftlich Arbeiten
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Juni 29, 2009 von scholarz
Marketingexperten ist es schon lange klar. Ein Produkt ohne ansprechende Verpackung verkauft sich nicht, egal wie herausragend der Inhalt ist. Um einen Konsumenten von der Qualität eines Produktes zu überzeugen, muss es erst einmal im Einkaufskorb bei diesem landen.
Ähnlich verhält es sich bei Jobinterviews. Gerade der Akademiker neigt dazu mit Wissen zu glänzen und dabei die Verpackung zu vernachlässigen. Dabei ist interessant zu beobachten, dass gerade Menschen mit adäquatem Auftreten und Stil mehr Kompetenz im Job zugesprochen wird, auch wenn dies fachlich völlig haltlos sein mag.
Studien haben gezeigt, dass erfolgreiche Managerinnen und Manager im Schnitt 7-10 % ihres Jahresgehaltes für die eigene Garderobe ausgeben und diese immer gepflegt und aktuell halten. Selbst in Branchen wie den Medien, wo legere Looks wie das „Smart Casual“ vorherrschen, wird bei genauerem hinsehen klar, dass auch hier nach Regeln „gespielt“ wird.
Wie also vermeiden Sie Fettnäppchen (Over oder Underdressed) bei Ihrem ersten Bewerbungsgespräch?
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Schlagworte: Business, Tipp
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Juni 26, 2009 von Christian
…sag mir wer ich bin. Irgendwas stimmt da nicht. Richtig. Schließlich wollte Schneewittchens’ Stiefmutter wissen, wer die Schönste im ganzen Land sei. Doch egal, wie es nun korrekt heißen sollte: Eine italienische Psychologin hat festgestellt, je nachdem welche Märchen wir uns gerne erzählen und welche Stelle wir hervorheben oder verändern, es verrät vieles über unsere Konflikte und Ängste. Die Psychologie des Märchens
(ps: Wussten Sie, dass Schneewittchen hier aus Lohr, einer kleinen Stadt bei Würzburg, kommt? Wir haben eindeutige und wisseschaftlich hieb und stichfeste Beweise. Zum Beispiel Schuh und Spiegel der bösen Stiefmutter. (!) Und 7 Berge. (!) Schändliche Stimmen in den Medien behaupten zwar, dass die Ansprüche anderer Städte, die wahre Heimat von Schneewittchen zu sein, berechtigter wären, doch sind die bestimmt nur gekauft und bestochen worden. Daher darf hier auch Jahr für Jahr eine dunkelhaarige lohrer Schönheit als offizielles Schneewitchen Äpfel an die Touristen verteilen.
)
Schlagworte: Forschung, Gesellschaft, Würzburg, Wissenschaft
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Juni 25, 2009 von Christian
Wie viele Studenten bemühen sich heute ihre Examensarbeit zu vermarkten? Und wie viele Abschlussarbeiten verstauben unbeachtet im Regal? Mit dem clever gewählten Thema können Studenten sich vermarkten und eine Tür zu ihrem Traumberuf öffnen. UniSPIEGEL gibt Beispiele. Und passend zu diesem Thema, unsere Empfehlung: Probieren Sie es mit scholarz.net- mit uns haben Sie die Möglichkeit Ihre wissenschaftliche Arbeit publik zu machen:-)
Schlagworte: Literaturverwaltung, Wissenschaftlich Arbeiten, Wissensmanagement
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Juni 24, 2009 von Daniel
Was tun, wenn man extrem viele Bücher hat, die man gerne immer verfügbar hätte, voll durchsuchbar, auf dem Computer und unterwegs? – Ganz einfach, man digitalisiert sie. Solang man das nur für den Eigenbedarf tut, ist es legal, seine Bücher einzuscannen. Ich habe bislang noch nicht das Bedürfnis verspürt, alle meine Bücher einzuscannen, aber Drew Craford vom SealedAbstract-Blog hat seine letzten Monate genau damit verbracht. Er hat sich mit wissenschaftlicher Akribie an das Thema gemacht und die Methode perfektioniert. Jetzt schwärmt er von den Vorteilen und erklärt, wie man es am geschicktesten angeht: The joy of electronic books
Schlagworte: Literaturverwaltung, Tipp
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Juni 23, 2009 von Daniel
Gründer zu sein ist spannend. Das ganze Leben wird zu einem großen Abenteuer. Das fasziniert viele Menschen. Manche fasziniert es so sehr, dass sie
selber das Wagnis auf sich nehmen und ihre eigenen Ideen in die Tat umsetzen. Die meisten ziehen es vor, aus ihrer sicheren Position heraus etwas Abenteuerluft zu schnuppern, indem sie die Gründer mit reichlich guten Ratschlägen versorgen. Ein bisschen Spannung ohne Risiko. Soweit so gut.
Aber es gibt eine Form von “ich will an deinem Abenteuer teilhaben ohne selbst Risiko einzugehen“, die mir allmählich wirklich auf die Nerven geht: Die Gründerumfragen.
Ich gehe fast jede Wette ein, dass es in Deutschland mehr Wissenschaftler gibt, die eine Forschungsstudie (mit Umfrage!) über Gründer machen, als Wissenschaftler, die tatsächlich eine Gründung wagen. Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: Alltag, start-up
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Juni 22, 2009 von scholarz
In Kürze erstrahlt scholarz. net im überarbeiteten Design.
Besonders viel Arbeit haben wir in die intuitive Bedienung (Usability) gesteckt. Dabei wurden bei uns im Team viele Details hin- und hergewälzt und auch heftigst diskutiert.

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Schlagworte: Scholarz.net, Software, Web 2.0
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